Unsere Produkte vom Hof

Süsskartoffeln

Auf dem Biohof von unserem Bio-Partner bauen wir nach ersten Kleinversuchen früherer Jahre Süsskartoffeln an. Die Süsskartoffel liebt Wärme und Feuchtigkeit und ist sehr frostempfindlich. Aus diesem Grund werden die Pflanzen erst nach dem letzten Frost angepflanzt und sollten vor dem ersten Frost geerntet werden. Somit ergibt sich eine Kulturzeit von knapp 5 Monaten.

Anbau:

Der Anbau ist sehr arbeitsintensiv. Maschinen sind keine vorhanden. So erfolgt die Pflanzung auf Erddämme von Hand. Das Unkraut wird in Handarbeit beseitigt. Auch die Ernte erfolgt in Handarbeit, weil die Schale der Wurzelknollen nicht fest und dadurch sehr anfällig auf Beschädigungen ist. Nach der Ernte werden die Süsskartoffeln während rund 5 Wochen im Warmlager ausgereift. Dabei werden sie richtig süss im Geschmack und die Schale reift aus und ist somit fester.

Wissenswertes:

Süsskartoffeln, auch Bataten genannt, sehen je nach Sorte, fast aus wie Kartoffeln und werden ähnlich zubereitet. Doch während Kartoffeln zu den Nachtschattengewächsen gehören, sind Süsskartoffeln Windengewächse, bei denen man die Blätter mitessen kann. Süsskartoffeln schmecken nicht nach Kartoffel, sondern sehr süss. Das liegt an ihrem hohen Gehalt an Zucker. Die Knollen gibt es in verschiedenen Formen und Farben - von bräunlich über orange bis weisslich

Obwohl Süsskartoffeln viel mehr Stärke und fast dreimal so viel Zucker wie herkömmliche Kartoffeln enthalten, lassen sie den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen. Ausserdem enthalten sie wenig Fett und viele Mineralstoffe und Vitamine:

Der Gehalt an Betacarotin in orangefarbenen Süsskartoffeln ist fast so hoch wie in Karotten. Der Körper wandelt Betacarotin in Vitamin A um, das zellschützend wirkt und die Abwehrkräfte stärkt. Betacarotin wird am besten aufgenommen, wenn die Süsskartoffeln mit etwas Fett gegessen werden.

Kein anderes fettarmes Nahrungsmittel liefert so viel fettlösliches Vitamin E, welches die Zellen vor vorzeitiger Alterung schützt. Schon 100 Gramm Süsskartoffeln decken ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin E. Das reichlich enthaltene Kalium regelt den Flüssigkeitshaushalt im Körper: Es schwemmt überschüssiges Wasser aus und kann einen erhöhten Blutdruck senken.Süsskartoffeln haben mehr Ballaststoffe als Kartoffeln. Darum machen sie länger satt.

Süsskartoffeln lagern und zubereiten

Süsskartoffeln dürfen nicht zu kühl gelagert werden. Nur dann entfalten sie beim Kochen ihr leicht süssliches Aroma. Je nach Grösse müssen sie 30 bis 45 Minuten gegart werden. Man kann sie auch roh geniessen, zum Beispiel geraspelt oder in Stifte geschnitten im Salat.

Herkunft:

Nach Europa kam die Süsskartoffel Ende des 15. Jahrhunderts auf den Schiffen der Seefahrer um Christoph Kolumbus. Botaniker sind sich aber nicht einig darüber, ob die Heimat der Süsskartoffel wirklich Südamerika ist. Besonders beliebt sind Süsskartoffeln in den USA. Dort werden sie zum Beispiel als Beilage zum Thanksgiving-Truthahn serviert. In vielen tropischen und subtropischen Ländern gehören die länglichen Knollen zu den Grundnahrungsmitteln. Angebaut werden Süsskartoffeln auch in Italien, Spanien und Portugal. Der größte Produzent ist China, mit rund zwei Dritteln der gesamten Weltproduktion.